Beziehung retten – oder beenden?

Die wahren Ursachen und Lösungen für Krisen

Tipps von Beziehungsexpertin Julia Welsing

Inhaltsverzeichnis

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Deine Partnerschaft läuft nicht gut

Du fragst dich, ob deine Beziehung noch zu retten ist?

In jeder Partnerschaft kriselt es mal.

Was aber, wenn eine Beziehungskrise die einstige Verliebtheit abgelöst hat und Trennungsgedanken aufkommen? 

Hi, ich bin Julia Welsing und ich helfe Paaren in Beziehungskrisen und mit sexuellen Problemen dabei, ihre Beziehung nicht nur zu retten, sondern sie besser zu machen, als sie jemals war!

In diesem Artikel zeige ich auf, welche Ursachen zu Beziehungskrisen führen können und wie ihr zurück ins Beziehungsglück findet. Du möchtest deine Beziehung verbessern? Ich gebe dir wertvolle Impulse für eine funktionierende Beziehung.

Lass uns gemeinsam betrachten, wie du deine Beziehungskrise meistern kannst.

1. Soll ich meine Beziehung retten oder beenden? 

Oft merken zwei Menschen, dass sie nicht mehr miteinander klarkommen, wissen allerdings nicht warum. Sie fühlen sich in einer ewigen Schleife gefangen. Anzeichen dafür: Ständige Streitereien, ewige Missverständnisse oder zu wenig Sex. 

Wer in dieser Sackgasse landet, fragt sich irgendwann, ob die Beziehung noch zu retten ist oder ob es besser ist, diese zu beenden.

Die Antwort ist einfach! 

Wollen (im besten Falle) beide Partner der Liebe eine Chance geben, so ist dies ein guter Grundstein für einen Neuanfang.

1.1 Die Psychologie hinter einer Trennung

Paare, die sich an mich wenden, glauben oft, dass ihre Probleme zu groß sind, um sie lösen zu können: Die Beziehung zu beenden scheint dann das Mittel der Wahl zu sein, anstatt aktiv an der Beziehung zu arbeiten.

Doch Vorsicht! Trennungen sind nicht ohne! Wir leben in einer „Wegwerfgesellschaft“. Passt uns etwas nicht mehr, wird es ausgetauscht oder „weggemacht“. Dieser Trend spiegelt sich in den Scheidungsraten wider: In Deutschland wird jede dritte Ehe geschieden!

Doch eine Trennung wird in ihren Folgen leider viel zu oft unterschätzt. Wenn zwei Menschen Lebenszeit miteinander verbracht haben, reagieren sie mit Stress, Anspannung, Schlafstörungen, tiefer Trauer oder gar Depression auf eine Trennung. Es braucht lange, bis eine Trennung gut verarbeitet ist. 

Man meint in der Krise, dass es ohne den Partner „besser“ wird. Doch stimmt das wirklich? 

Meine Erfahrung als Paartherapeutin und Beziehungscoach zeigt, dass Probleme auch in der neuen Beziehung wieder auftauchen, wenn nicht daran gearbeitet wird. Man steht mit einem neuen Menschen irgendwann wieder an einem ähnlichen Punkt und es zeigen sich dieselben Konflikte. 

Wir nehmen uns selbst immer mit in eine neue Beziehung: Auch wenn wir in einer Beziehungskrise denken, dass sich der Partner ändern müsste, haben die Streitthemen mehr mit uns selbst als mit dem Partner zu tun. Ein paar schlaue Tipps helfen nicht, um die eigenen Beziehungsmuster zu verändern.

1.2. Warum es sich lohnt, um eine Ehe oder Beziehung zu kämpfen

Es lohnt sich (fast immer) der Liebe eine zweite Chance zu geben und für all das, was man miteinander aufgebaut und erlebt hat, zu kämpfen.

Ein wertschätzendes Miteinander braucht aktives Zutun. Die Liebesbeziehung will gehegt und gepflegt werden. Streit oder Flauten im Bett lösen sich nicht einfach in Luft auf, nur weil man erkannt hat, dass man in einer Beziehungskrise steckt – gemäß dem Mantra: Ab jetzt wird alles anders! 

Vergleich: Damit eine Pflanze wachsen und gedeihen kann, ist sie auf Nahrung, Energie und Schutz angewiesen. Soll die Liebe lebendig bleiben, braucht sie Aufmerksamkeit! Wird diese Grundversorgung vernachlässigt, wird die Beziehung anfällig für Störungen und die Liebeskiller schlagen zu. 

Um die Liebe wieder „aufleben zu lassen“, müssen die Liebeskiller vermieden und die Grundversorgung an Aufmerksamkeit, Zärtlichkeit und Körperkontakt wieder aufgebaut werden, da diese das Beziehungsfundament bilden.

Professionelle Paartherapie und Beziehungscoaching kann helfen, die Grundversorgung wieder herzustellen und den Weg zurück ins Beziehungsglück zu finden. 

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Juwel-Tipp

Findet in einem klärenden Gespräch heraus, wo ihr steht und ob ihr eure Beziehung überhaupt weiterführen möchtet. Lautet die Antwort „ja“, aber du weißt nicht, wie, holt euch Unterstützung vom Profi.  

Wie ein Neuanfang konkret aussehen kann, erfährst du in diesem kostenfreien Training.

2. Die häufigsten Gründe für eine Beziehungskrise 

Alle nachfolgenden Themen bringen Menschen mit in ein Beziehungscoaching!

2.1. Was sind die wahren Ursachen für eine Beziehungskrise?

Sehnst du dich nach dem Gefühl zu Beginn deiner Beziehung zurück? Ihr wart so verliebt und begeistert voneinander. Du glaubtest, dass nichts euch auseinanderbringen kann. Du hast geglaubt, dass die Beziehung für immer hält.  

Doch nun: Gefühle weg! 

Beziehungspartner, die sich auseinandergelebt haben, stellen nicht nur fest, dass die Gefühle füreinander abhandengekommen sind, sondern es macht sich auch noch ein fettes, wabbeliges Monster breit. Es nährt sich aus Alltagsfrust und Streit. Das Monster hat das Ruder übernommen. 

Es werden kaum noch Zärtlichkeiten ausgetauscht, Kleinigkeiten führen zu ständigen Streits oder sie verbringen mehr Zeit am Smartphone als miteinander – ganz zu schweigen vom Sexleben, das auch eingeschlafen ist. 

Die Hauptursache in Langzeitbeziehungen lautet: Auseinandergelebt! 

3. Schmerz der Beziehungskrise: Warum fehlt die Nähe in unserer Partnerschaft? 

In der ersten Verliebtheit ist es leicht, die Regeln der liebevollen Grundversorgung zu befolgen und die Liebe wachsen zu lassen. Doch im späteren Beziehungsalltag braucht das Paar seine Energie für alles Mögliche und die Liebes-Beziehung wird nicht mehr aktiv gepflegt. Man hat vergessen, was die einst glückliche Beziehung ausgemacht hat. 

Der Fokus liegt außerhalb der Beziehung: Das Alltags-Monster schlägt zu: 

Beruflicher Stress. Haushalt. Probleme mit den Kindern. Geldsorgen. Müdigkeit. Aus einer Mücke wird ein Elefant und bei all den Problemen weiß man gar nicht, wo man anfangen soll: Kein Platz mehr für die eigene Partnerschaft.

Keine Liebe ist jedoch so groß, dass sie dauerhaft vernachlässigt werden kann.

Wenn die Nähe in eurer Partnerschaft fehlt: Ich zeige dir in einem unverbindlichen Video, wie ihr wieder eine Verbindung aufbaut.

4. Symptome erkennen: Gründe für Beziehungskrisen

Wie konnte es nur so weit kommen? 

Versucht man selbst eine Antwort auf diese Frage zu finden, findet man sich schnell im Labyrinth der Beziehungsrätsel wieder. 

4.1. Die größten Beziehungsrätsel

Oft beginnt es mit Fragen wie diesen:

Du findest dich bei einer oder mehreren Fragen wieder? 

Gegenüber dem Partner ist nichts mehr, wie es früher war? 

Damit bist du nicht allein, denn genau mit diesen Themen kommen Menschen in meine Beziehungscoachings und suchen nach Lösungen. Um die Beziehungsrätsel zu entschlüsseln, ist Selbstreflexion wichtig. Der Schlüssel liegt darin, dir selbst diese Fragen zu stellen und ehrlich zu beantworten. 

4.2. Wie Paare es schaffen, ihre Beziehungskrise zu überwinden und wieder zueinanderfinden

Eure Liebe braucht Pflege, um nicht zu verwelken. Diese liebevolle Grundversorgung besteht aus bewussten Handlungen, die das Fundament für eure Beziehung stärken. Es sind oft die kleinen, täglichen Dinge, die einen großen Unterschied machen.

Ein bewährtes Konzept, um die Bedürfnisse des anderen zu erkennen, sind die 5 Sprachen der Liebe. Sie helfen euch zu verstehen, welche Art von „Nahrung“ der andere am dringendsten braucht. Diese „Nahrung“ nährt euer Liebesfeuer und zeigt, was der andere braucht, um sich geliebt und gesehen zu fühlen.

Neben diesen Sprachen schlage ich vor, dass ihr bewusst kleine Rituale in euren Alltag integriert, um die Bindung zu stärken. Eine tägliche Umarmung am Morgen, ein kurzer Anruf in der Mittagspause oder ein gemeinsamer Spaziergang am Abend können wahre Wunder bewirken. Diese kleinen Momente der Aufmerksamkeit zeigen, dass eure Beziehung für euch beide Priorität hat.

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Juwel-Tipp

Die Liebe folgt gewissen Regeln – wir müssen sie nur kennen und danach handeln!

Mit der richtigen Begleitung findest du heraus, welche Liebeskiller deine Beziehung belasten.

In meinem kostenfreien Training erfährst du mehr darüber, was dein Partner wirklich braucht und wie ihr eure Bedürfnisse abstimmt.

5. Was tun, wenn dein Partner die Beziehung nicht mehr will?

Dein Partner ist nicht bereit, eure Ehe zu retten! 

Du möchtest einen Neuanfang, aber dein Partner oder deine Partnerin zieht nicht mit? Er oder sie ist nicht bereit, etwas zu verändern und daran zu arbeiten, dass die Beziehung gerettet wird?

Es ist ein schmerzhaftes Gefühl, wenn du spürst, dass nur du allein an der Beziehung arbeitest. Der Gedanke, die Liebe im Alleingang retten zu müssen, kann überwältigend sein und zu Zweifeln führen. Doch genau in dieser Situation liegt die Möglichkeit, einen Wendepunkt zu schaffen. Deine Bereitschaft, in Vorleistung zu gehen, ist nicht naiv, sondern ein Akt der Stärke. Du übernimmst die Führung, nicht um deinen Partner zu zwingen, sondern um eine Welle der Veränderung loszutreten, die ihn oder sie mitreißen kann.

5.1. Gehe in Vorleistung: So rettest du deine Beziehung allein! 

Wenn dein Partner skeptisch ist oder sich zurückgezogen hat, sind logische Argumente oft wirkungslos. Stattdessen musst du auf einer emotionalen Ebene handeln. Zeig ihm oder ihr durch dein Verhalten, wie eine liebevolle Partnerschaft wieder aussehen kann. 

Es gibt einiges, was du tun kannst, um den ersten Schritt zu tun, auch wenn der Partner oder die Partnerin noch skeptisch ist. 

Ändere dein eigenes Verhalten! Es kann hilfreich sein, den anderen wieder liebevoll in den Blick zu nehmen. Das ist der Moment, in dem du in das gemeinsame Beziehungskonto investierst. 

Wird deine positive Veränderung bemerkt, kann es sein, dass schnell wieder Vertrauen in die Beziehung gefasst wird. 

Du möchtest deine Beziehung positiv beeinflussen? Ich zeige dir in diesem Video-Training, wie du den ersten Schritt alleine machst.

5.2. Wie du es schaffst, wieder eine glückliche Beziehung zu führen

Nachdem du den ersten Schritt gemacht hast, ist es an der Zeit, gemeinsam in die Zukunft zu blicken. Es geht nicht mehr nur darum, die Beziehung zu retten, sondern aktiv daran zu arbeiten, sie wieder aufzubauen und glücklicher zu machen als je zuvor. Der Wille, in die Beziehung zu investieren, ist dabei der entscheidende Schritt. 

Der wichtigste Schritt ist, die Probleme ruhen zu lassen. Ständiges Kreisen um Konflikte und vergangene Verletzungen blockiert jede positive Entwicklung. Entschließt euch bewusst dazu, die Energie, die ihr in Streit und Nörgeleien gesteckt habt, jetzt in etwas Produktives zu investieren.

Füllt euer gemeinsames Beziehungskonto wieder auf, indem ihr euch auf das konzentriert, was euch einst verbunden hat: gemeinsame Zeit. Lade deinen Partner zu einem unbeschwerten Spaziergang ein, bei dem ihr einfach nur die Umgebung genießt und die Hände haltet. Macht einen Ausflug ins Grüne oder vergesst alle Regeln und esst Eis vor dem Abendessen. Diese Momente der Leichtigkeit und des Lachens sind das Fundament für neue, positive Erinnerungen, die die alten, negativen überschatten.

Vergiss dabei nicht die Kraft der kleinen Zärtlichkeiten. Eine unerwartete Umarmung, ein liebevolles Lächeln oder einfach nur eine zärtliche Berührung im Vorbeigehen können wahre Wunder bewirken. Sie nähren das Gefühl der Verbundenheit und schaffen eine Intimität, die weit über Worte hinausgeht.

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Juwel-Tipp

Mit diesen bewussten Handlungen gelingt es oft rasant, den anderen zurück in die Beziehung zu bringen und wieder daran zu glauben, dass die positiven Aspekte überwiegen. Es ist der Beweis, dass eine glückliche Beziehung nicht einfach passiert, sondern durch kontinuierliche, liebevolle Investitionen geschaffen wird.

In meinen Beziehungscoaching erfährst du, wie du an deiner Beziehung arbeiten kannst, um sie positiv zu beeinflussen.

5.3. Wann ist die Beziehung nicht mehr zu retten? 

Es kann auch sein, dass dein Partner kein Interesse mehr an der Beziehung hat. 

Die Beziehung steht auf wackeligen Beinen, wenn der andere nicht mehr mit dir zusammen sein möchte, weil keine Bereicherung mehr, sondern nur noch als Quelle von Stress, Anspannung und Streit empfunden wird. Dann ist die Beziehung oder Ehe gefährdet. Es ist nicht möglich, den anderen um den Finger zu wickeln oder mit logischen Argumenten davon zu überzeugen, in der Beziehung zu bleiben. 

Wenn dies der Fall ist, empfehle ich dir, dich selbst so wertschätzend zu behandeln und dich aus der Beziehung zu lösen. 

6. Raus aus der Streit-Spirale: Wertvolle Tipps und Impulse

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Juwel-Tipp

Sorgt für ein gutes Gefühl zwischen euch und hört auf, euch zu streiten. Probleme werden später gelöst! Nicht jetzt! 

Der Ausstieg aus Vorwurf-, Kritik-, Rückzugs- und Streitspiralen kann als tragfähiger Pfeiler für eine glückliche Partnerschaft angesehen werden. Offene Kommunikation auf Augenhöhe, schöne Momente und mehr Nähe sind die entscheidenden Zutaten: Mit der Zeit wird jede Beziehung Entspannung erfahren. 

Im nächsten Abschnitt „Raus aus dem Streit“ und in meinen Coachingprogrammen erfährst du, wie du deine Beziehungskrise als Chance begreifen kannst. 

6.1. Wie sich Konflikte auf die Beziehung auswirken

Der amerikanische Paarforscher Gottman hat über Jahrzehnte zahlreiche Paare in einem Ehelabor beobachtet und fand heraus, dass es unterschiedliche Formen von Negativität in Beziehungen gibt. 

In der Paarforschung kann mit 95 % Sicherheit vorhergesagt werden, ob sich ein Paar trennen wird, je nachdem, wie die beiden beim Lösen eines Konfliktes miteinander umgehen. Diese Erkenntnis zeigt, dass Paare ihren gemeinsamen Weg selbst in der Hand haben: Je nachdem, ob sie streiten oder konstruktive Lösungen finden. Suchen Partner beispielsweise nach Lösungen, anstatt über Probleme zu diskutieren, haben sie eine hohe Chance, ein glückliches Leben miteinander zu teilen. 

6.2. Anzeichen für eine Beziehungskrise: Diese Kommunikation könnt ihr einstellen 

Unter Streit verstehen wir nicht nur lautes Schreien oder zickiges Gemotze, sondern verschiedene Formen von Negativität.

Werden alle negativen Gedanken und Emotionen ungefiltert ausagiert, ist das nicht nur schädlich für eine Beziehung, sondern tötet die Liebe systematisch.

In der Bibel kündigen die 4 Apokalyptischen Reiter den bevorstehenden Weltuntergang an! Bei Streit kann man davon ausgehen, dass die Reiter den bevorstehenden Beziehungsuntergang ankündigen.

Die Apokalyptischen Reiter des Streits stehen für:

Es gibt also auch viele Paare, die nicht lautstark streiten und darüber diskutieren, wer Recht hat, sondern sich zurückziehen und „mauern“ oder ihren Frust durch Verachtung zum Ausdruck bringen.

„Willst du Recht haben oder glücklich sein?“

Marshall Rosenberg

6.3. Ständigen Streit in der Partnerschaft beenden: Wege aus der Krise

Forschungsergebnisse von Dr. Klees belegen, wie Paare sich während oder nach einem Streit fühlen.

 

Streit in der Beziehung:

  • führt zu Frustration und Hoffnungslosigkeit
  • stellt den absoluten Katastrophenzustand dar
  • schaufelt eine tiefe Kluft, führt zu schlimmen Verletzungen und macht einsam
  • ist ein destruktives Machtspiel und löst schreckliche Ohnmachtsgefühle aus
  • zerstört die Beziehung und ist Ausdruck von Vorwürfen und Aggressionen
  • verursacht Hass und Distanz oder Unterwerfung und kostet viel Kraft und Energie
  • ist wie ein Karussell, das sich ständig dreht und zu keinem Ziel führt
  • ist zermürbend, Zeitverschwendung, lähmend, angstbesetzt, unglücklich machend
  • führt zu Scham, zu Schuldgefühlen, schlechtem Selbstwert und zu Frustration
  • schafft mehr Probleme als Lösungen
  • macht krank, erschöpft, lässt Partner zu erbitterten Feinden werden
  • führt zu Trennung und kommt dadurch wie ein Bumerang auf einen selbst zurück 

Obwohl Bücher und Workshops zu fairem Streiten, der Kunst des Streitens oder klugem Streiten anleiten, vertrete ich den Ansatz der traumasensiblen Paartherapie, der besagt, dass Streit keine Probleme löst, sondern wegen des enormen Stressfaktors die Klärung von Konflikten sogar verhindert.

 

Die negativen Emotionen, die mit einem Streit einhergehen, lassen anfänglich harmlose Auseinandersetzungen regelrecht ausarten.

Streit katapultiert in den Teil des Gehirns, den wir als Reptiliengehirn bezeichnen. Hier wird der Überlebensmodus aktiviert und führt zu reptiliengesteuerten Reaktionen wie Angriff, Flucht oder Erstarrung. Diese Impulse zeigen sich vor allem dann, wenn man sich bedroht fühlt, den ansteigenden Stress nicht mehr verarbeiten kann und kein Ausweg in Sicht ist.

Ständiger Streit führt zu Stress, Stress führt zu überwältigenden Emotionen, diese Emotionen schalten den vernunftgesteuerten Teil des Gehirnes aus, was zu immer unsinnigerem Streit führt.

Ein Teufelskreislauf!

6.4. Ehe retten: Was du über Streit in der Partnerschaft wissen solltest

Je mehr ein Paar streitet, umso mehr streitet dieses Paar!

Alle Formen von Streit sind Liebeskiller, die deine Beziehung vergiften und langfristig zerstören.

Daher handle klug und mache es wie glückliche Paare:

Glückliche Paare sprechen nicht in schlechter Stimmung über Probleme, sondern suchen bei guter Stimmung nach Lösungen.

Die fundamentale Empfehlung für eine glückliche Partnerschaft ist simpel: Aufhören zu streiten!

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Juwel-Tipp

Beende ständigen Streit in deiner Partnerschaft und rette deine Beziehung.

Ständige Diskussionen belasten den Alltag. Erfahre in diesem Training, wie ihr die Streit-Spirale gemeinsam beendet.

6.5. Wenn ihr die Beziehung retten möchtet: Diese 14 Tipps könnt ihr sofort umsetzen 

Wenn ihr eure Beziehung retten möchtet, beginnt nicht mit dem nächsten schweren Grundsatzgespräch.

Beginnt besser damit, den nächsten Streit zu stoppen.

Denn solange du innerlich unter Strom stehst, bist du nicht in Verbindung zu dir selbst. Du bist im Kampfmodus, im Rückzug oder in der Verteidigung. Dann fühlst du dich und deinen Partner nicht mehr. Du hörst nicht mehr zu. Du willst Recht haben, dich schützen oder endlich verstanden werden.

Das ist menschlich. Aber es rettet keine Beziehung.

Diese Tipps helfen euch, aus der Streit-Spirale auszusteigen und wieder ein gutes Gefühl zwischen euch aufzubauen.

1. Raus aus dem stressigen Moment

 

Wenn du merkst, dass dein Körper hochfährt, dann ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für ein klärendes Gespräch.

Herzrasen, Druck im Bauch, innere Unruhe, Tränen, Wut oder das Gefühl „ich muss das jetzt sofort sagen“ sind klare Hinweise: Dein System ist im Stress.

Dann heißt es: Pause machen.

Sage deinem Partner zum Beispiel:

„Ich merke, ich bin gerade nicht gut da. Ich brauche kurz Zeit, damit ich wieder ruhig mit dir sprechen kann.“

Dann reguliere dich. Geh an die frische Luft, atme gleichmäßig, bewege dich, trinke ein Glas Wasser, nimm eine Dusche, lege dich kurz hin und komme in deinen Körper zurück.

Probleme werden später gelöst. Nicht mitten im inneren Alarmzustand.

2. Führt Gespräche erst, wenn ihr wieder gut da seid

 

Viele Paare versuchen genau dann zu reden, wenn keiner von beiden mehr aufnahmefähig ist.

Das kann nicht funktionieren!

Ein gutes Gespräch braucht einen guten Zustand. Wenn ihr beide wieder bei euch selbst seid, könnt ihr zuhören, euch ausdrücken und den anderen wieder als Partner sehen.

Vorher landet ihr schnell bei Vorwürfen, alten Geschichten und Sätzen, die ihr später bereut.

Deshalb gilt:

Erst beruhigen.


Dann sprechen.


Dann Lösungen suchen.

Nicht andersherum.

3. Streicht Kritik, Vorwurf und Schuldzuweisung

 

Kritik klingt wie Wahrheit, ist aber meistens verletzter Schmerz in einer schlechten Verpackung.

„Du bist immer so …“
„Nie machst du …“
„Wegen dir ist alles so schwierig …“

Solche Sätze treffen nicht das Problem. Sie treffen den Partner.

Wenn ihr die Beziehung retten möchtet, hört auf, euch gegenseitig zum Gegner zu machen.

Sprich lieber über das, was du dir wünschst:

Statt: „Du kümmerst dich nie um mich.“
Besser: „Ich wünsche mir mehr Nähe mit dir.“

Statt: „Dir ist alles egal.“
Besser: „Ich vermisse das Gefühl, dass wir als Team unterwegs sind.“

Der Unterschied ist riesig.

4. Keine Rechtfertigungs- und Erklärungsschleifen

 

Rechtfertigungen wirken oft wie ein Schutzschild.

Der eine sagt, was ihn verletzt hat. Der andere erklärt sofort, warum es gar nicht so gemeint war.

Und schon ist niemand mehr wirklich im Gefühl.

Wenn dein Partner dir sagt, dass ihn etwas verletzt hat, musst du dich nicht sofort verteidigen. Du kannst erstmal ankommen lassen, was gesagt wurde.

Ein einfacher Satz kann viel verändern:

„Ich höre, dass dich das verletzt hat.“

Das bedeutet nicht, dass du an allem schuld bist. Es bedeutet, dass du den anderen ernst nimmst.

5. Keine Abwertung, keine Geringschätzung

 

Augenrollen, spitze Kommentare, abfällige Blicke, Sarkasmus oder ein überlegenes Grinsen sind Gift für die Liebe.

Auch dann, wenn sie unbewusst passieren.

Verachtung ist einer der schnellsten Wege in die emotionale Entfernung. Der andere fühlt sich nicht gesehen und klein gemacht.

Wenn du merkst, dass du innerlich abwertest, stoppe dich sofort.

Frag dich:

„Was passiert gerade wirklich in mir?“
„Bin ich verletzt?“
„Fühle ich mich machtlos?“
„Wovor will ich mich gerade schützen?“

Hinter Abwertung steckt oft Schmerz. Aber Schmerz wird nicht kleiner, wenn er als Angriff bei deinem Partner oder deiner Partnerin landet.

6. Kein Mauern, kein kalter Rückzug

 

Rückzug kann sinnvoll sein, wenn er zur Regulation dient.

Problematisch wird er, wenn er zur Strafe wird.

Schweigen, ignorieren, nicht mehr reagieren oder innerlich dichtmachen kann beim anderen Panik, Wut oder Verzweiflung auslösen. Dann rennt einer hinterher und der andere macht noch mehr zu.

Auch das ist eine Streit-Spirale.

Wenn du Abstand brauchst, sag es klar:

„Ich brauche eine Pause. Ich komme später wieder auf dich zu.“

Das ist etwas völlig anderes als innerlich die Tür zuzuknallen.

7. Hört auf zu vergleichen

 

Vergleiche machen unzufrieden.

Andere Paare wirken von außen oft leichter, liebevoller, erotischer, erfolgreicher oder entspannter. Doch niemand sieht, was hinter geschlossenen Türen wirklich passiert.

Wenn du deine Beziehung ständig mit anderen vergleichst, verlierst du den Blick für das, was zwischen euch möglich ist.

Die Frage lautet nicht:

„Warum sind wir nicht wie die anderen?“

Sondern:

„Was braucht unsere Beziehung jetzt, damit sie wieder schön wird?“

8. Hört auf, alles totzuanalysieren

 

Manche Paare analysieren ihre Beziehung so lange, bis nichts mehr lebendig ist.

Dann wird jedes Wort zerlegt, jeder Blick gedeutet, jede Stimmung bewertet.

Der Kopf sucht Sicherheit. Das eigene Gefühl rückt dabei immer weiter in den Hintergrund.

Natürlich braucht es Reflexion. Aber dauerndes Analysieren ersetzt keine Veränderung!

Du weißt innerlich oft längst, was stimmig ist, bevor dein Kopf es erklären kann.

Es geht nicht darum, noch eine Theorie zu finden. Es geht darum, der eigenen Intuition wieder zu vertrauen und den nächsten liebevollen Schritt zu gehen.

9. Hört auf zu jammern und alte Geschichten zu füttern

 

Jammern fühlt sich entlastend an. Langfristig hält es dich aber im gleichen Film gefangen.

Immer wieder dieselbe Geschichte zu erzählen, macht sie nicht leichter. Sie wird dadurch größer.

Natürlich darfst du traurig, wütend oder enttäuscht sein. Gefühle brauchen Raum.

Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem du dich fragen darfst:

„Will ich diese Geschichte weiter füttern?“
„Oder möchte ich anfangen, es anders zu machen?“

Beziehung verändert sich nicht durch endloses Kreisen. Beziehung verändert sich durch neue Erfahrungen.

10. Leg eine Freude- und Genussliste an

 

Wenn eine Beziehung in der Krise ist, wird oft nur noch über Probleme gesprochen.

Das gemeinsame Beziehungskonto ist leer.

Fangt an, es wieder zu füllen.

Legt eine Liste mit Dingen an, die Freude machen.

Zum Beispiel:

Einen Kaffee in der Sonne.
Einen Spaziergang ohne Problemgespräch.
Zusammen kochen.
Ein Filmabend.
Eine Umarmung.
Musik anmachen und tanzen.
Einen Ausflug unternehmen.
Ein liebevoller Blick.
Ein ehrliches Kompliment.
Etwas Albernes tun.

Eure Liebe braucht wieder schöne Momente, damit sie leicht werden kann.

11. Schreib dir eine Ressourcenliste

 

Du brauchst nicht nur Beziehungspflege. Du brauchst auch Selbstfürsorge.

Denn wenn du völlig erschöpft bist, reagierst du schneller gereizt, verletzt oder hart.

Schreib dir auf, was dich stabilisiert.

Was tut dir gut?
Was bringt dich zurück zu dir?
Was beruhigt dein Nervensystem?
Welche Menschen stärken dich?
Welche Orte nähren dich?
Welche kleinen Rituale helfen dir?

Diese Liste ist dein Notfallkoffer für schwierige Beziehungsmomente.

Je besser du für dich sorgst, desto weniger musst du deine innere Anspannung bei deinem Partner abladen.

12. Wasch belastende Situationen ab

 

Ein Streit hängt oft noch am Körper, obwohl er längst vorbei ist.

Dann kann dieser bewusste Moment helfen.

Stell dich unter die Dusche und stell dir vor, dass all die Anspannung, Worte, Blicke und die Schwere des Moments mit dem Wasser abfließen.

Es geht nicht darum, zu verdrängen, sondern um deinem Körper zu zeigen, dass es vorbei ist. Du darfst wieder ganz bei dir sein und trägst die Situation nicht den ganzen Tag weiter.

13. Stoppe Selbstabwertung sofort

 

Nach Streit denken viele Menschen schlecht über sich selbst.

„Ich bin zu viel.“
„Ich bin falsch.“
„Mit mir kann man keine Beziehung führen.“
„Ich mache alles kaputt.“

Solche Gedanken helfen nicht. Sie ziehen dich tiefer in Scham, Rückzug oder Angriff.

Wenn du merkst, dass du dich selbst abwertest, unterbrich diesen inneren Film.

Sage zu dir:

„Stopp“

Du kannst Verantwortung übernehmen, ohne dich fertigzumachen.

Das ist ein riesiger Unterschied.

14. Macht schöne Dinge, bevor alles geklärt ist

 

Viele Paare glauben, sie dürften erst wieder schöne Dinge machen, wenn alle Probleme gelöst sind.

Das ist ein Irrtum.

Schöne Momente sind kein Bonus nach der Lösung. Sie sind oft der Weg dorthin.

Wenn ihr nur noch über Probleme sprecht, fühlt sich die Beziehung irgendwann selbst wie ein Problem an.

Also macht wieder Dinge, die gut tun. Auch dann, wenn noch nicht alles geklärt ist.

Geht spazieren. Esst ein Eis. Fasst euch an den Händen. Lacht gemeinsam, kocht zusammen, fahrt irgendwo hin und seid wieder zwei Menschen, die sich lieben.

Die Lösung entsteht oft leichter, wenn es zwischen euch wieder leichter geworden ist.

Du möchtest die Tipps noch einmal in Ruhe nachlesen? Dann kannst du sie dir hier herunterladen.

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Juwel-Tipp

Wenn ihr eure Beziehung retten möchtet, hört auf, im schlechtesten Zustand über die wichtigsten Themen zu sprechen.

Reguliert euch zuerst. Stoppt Kritik, Rechtfertigung, Abwertung und Rückzug. Sorgt wieder für schöne Momente und füllt euer Beziehungskonto auf.

Liebe braucht keine perfekten Menschen.

Sie braucht zwei Menschen, die bereit sind, aus dem Kampf auszusteigen und wieder aufeinander zuzugehen.

Wenn ihr merkt, dass ihr allein immer wieder in derselben Schleife landet, holt euch Unterstützung. Ich bin für euch da!

7. In der Krise nach Vertrauensmissbrauch: Beziehung retten ja oder nein? 

In meiner paartherapeutischen Praxis höre ich am Telefon oft den Satz: „Ich bin fremdgegangen, kann ich meine Beziehung noch retten?“ 

Ein starker Vertrauensbruch wie eine Affäre, Fremdgehen oder ein Seitensprung, hat nicht selten eine Trennung zur Folge.

Doch muss das sein?

Schauen wir uns das Tabuthema Affäre genauer an!

7.1. Ihr möchtet eure Beziehung retten: 7 Regeln nach Seitensprung 

Egal ob fremdgegangen oder belogen: Das muss nicht das Ende der Beziehung sein! 

Diese 7 Regeln helfen nach einem Seitensprung! 

Holt euch Unterstützung von einem Beziehungsprofi!

7.2. Fremdgegangen: Wieder eine glückliche Beziehung führen

Vertrauen ist ein tragender Pfeiler in einer Beziehung. Wird Vertrauen verletzt oder missbraucht, kann ein tiefer Riss in der Beziehung entstehen. 

Ein Vertrauensbruch entsteht nicht nur dadurch, dass ein Partner den anderen hintergeht, lügt oder betrügt – auch Enttäuschungen oder nicht eingehaltene Versprechen können zu Vertrauensverlust und tiefer Verletzung führen.

Bei der hintergangenen Person zeigen sich häufig starke Emotionen von Wut, Enttäuschung und Trauer. Die Frustration kann dazu führen, dass auch der Betrüger auf Abstand geht. Die Distanz wird größer. 

Beide entfernen sich immer mehr voneinander!

Die Bewegung ist also eine „Wegbewegung“. Betrachtet man die Paardynamik rückblickend, lässt sich oft erkennen, dass die Bewegungen der Liebe schon vor der Krise immer öfter voneinander weg gingen als aufeinander zu.

Ein offengelegter Seitensprung oder eine Affäre bringt den Vulkan in der Partnerschaft dann zum Ausbruch und kann zur Zerreißprobe werden.

Wünsche und Träume werden scheinbar ausgelöscht. Emotionen fühlen sich vernichtend an.

Freunde oder Familienmitglieder stehen häufig mit erhobenem Zeigefinger moralisierend neben der betrogenen Person oder dem Betrüger und verkünden, was zu tun ist. Schnell wird darüber geurteilt, WAS richtig oder falsch ist.

Die Dramabühne ist eröffnet!

Auf dieser Bühne tanzen folgende 4 Mitspieler beider Partner:

 Was wäre, wenn es nicht um das WAS ginge – sondern um das WIE?

Betrachtet man das Beziehungsdrama, also das WAS genauer, so spielt es eine große Rolle, WIE es dazu kam, dass ein Partner fremdgegangen ist oder den anderen belogen und hintergangen hat. Wie sind beide vor der Krise miteinander umgegangen? Wie wurden Konflikte gelöst, Gespräche geführt oder Sexualität gelebt? 

In meinen Therapien schaue ich mit meinen Paaren auf die Beziehungsdynamik und entschlüssle mit jeder Person die individuellen Beziehungsmuster.

Der Aha-Effekt, der sich bei Frauen als auch Männern einstellt, ist oft verblüffend.

Mit der Empfehlung, sich zu trennen, ist vielen Menschen nicht geholfen, denn oft steckt etwas anderes dahinter als das, WAS man offensichtlich sieht.

Durch eine Trennung wird das Thema nicht gelöst, sondern lediglich nicht mehr befeuert.

In meinen Paartherapien und Beziehungscoachings rate ich Paaren nicht, sich zu trennen oder zusammenzubleiben. Stattdessen schaue ich mit jeder Person direkt auf die Bühne ihres individuellen Dramas, um herauszufinden, wie sie das verlassen kann.

Ich biete den Raum und die Werkzeuge, dass jeder Mensch selbst herausfinden kann, wie es zu dieser Situation kam und was es braucht, um die Beziehung auf neue Beine zu stellen und sich die Beziehungskrise in Beziehungsglück wandeln kann.

Kann man also seine Beziehung nach einer Affäre oder einem Vertrauensmissbrauch retten?

Meine Antwort als Paartherapeutin lautet: JA

Vorausgesetzt, es besteht ein Interesse, hinter die Kulissen der Dramabühne zu blicken.

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Juwel-Tipp

In meiner Paartherapie geht es nicht darum, JEDE Beziehung auf Teufel komm raus zu retten. Ich arbeite ergebnisoffen.

Ca. 80 % meiner Paare bleiben nach einer Affäre zusammen und verarbeiten sie gemeinsam. Viele Beziehungen sind nach der Krise sogar glücklicher als davor.

Wenn auch du deinen Scherbenhaufen zusammenkehren und ein Mosaik daraus gestalten möchtest, melde dich bei mir. Ich helfe dir!

Ein Neuanfang nach einem Vertrauensbruch ist möglich. In diesem Video erfährst du, wie die Juwel-Methode dabei hilft.

8. Beziehung retten wegen Kind - oder eigene Partnerschaft priorisieren?

Sollte man eine Beziehung den Kindern zuliebe erhalten?

Prinzipiell ein feiner Gedanke. Kinder gedeihen in der Regel am besten in einem stabilen und liebevollen Zuhause mit beiden Elternteilen. Doch es ist wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein und die Situation realistisch einzuschätzen. 

In der Praxis gibt es daher einige relevante Fragestellungen, die unbedingt zu beachten sind:

Bleiben Eltern der Kinder wegen zusammen, streiten aber die ganze Zeit, schreien sich an oder gehen negativ miteinander um, so hat das Kind dadurch nichts gewonnen.

Im Gegenteil – solch eine Stimmung ist für Kinder schädlich und sie leiden darunter.

Finden Eltern für ihre Probleme überhaupt keine Lösungen, so kann eine Trennung für Kinder tatsächlich besser sein als tagein tagaus in einem destruktiven Umfeld aufwachsen zu müssen.

Prinzipiell leiden Kinder nicht unter einer Trennung per se, sondern darunter, WIE die Trennung vollzogen wird.

Bilden Eltern zwei Fronten, indem sie beispielsweise einen Rosenkrieg führen, Uneinigkeiten über das Kind ausfechten oder indem sie schlecht über den anderen Elternteil sprechen, ist das für ein Kind belastend. 

Kinder leiden ebenfalls darunter, wenn ein Elternteil nach der Trennung nicht mehr verfügbar ist. Das kann dadurch geschehen, dass einer wegzieht oder der Kontakt nicht aufrechterhalten wird.

Manchmal sind Eltern nach einer Trennung auch so mit sich selbst beschäftigt, dass sie für das Kind keine Aufmerksamkeit mehr haben.

Faustregel im Falle einer Trennung:

Wichtig ist, dass die Eltern zusammenarbeiten und für das Kind handeln! Emotionale Verfügbarkeit ist für Kinder genauso wichtig wie der Kontakt zu beiden Elternteilen. Das Kind sollte sich sowohl Mama als auch Papa weiterhin zuwenden können und sich bei beiden sicher und geliebt fühlen.

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Juwel-Tipp

Wollen Eltern ihre Beziehung nicht wegen des Kindes, sondern in erster Linie für sich retten, so ist es ratsam, sich dabei von einem Beziehungsprofi unterstützen zu lassen.

Ihr möchtet herausfinden, ob ihr als Eltern eine zweite Chance habt?

In meiner Praxis begleite ich Eltern entweder dabei, sich wieder anzunähern oder sich würdevoll zu trennen und dabei für ihre Kinder emotional verfügbar zu bleiben.

8.1. Nach Geburt wieder funktionierende Beziehung führen: Als Eltern schöne Momente schaffen

Die Geburt eines Kindes ist ein Geschenk und stellt eine große Herausforderung für die Paarbeziehung dar.

Die Partnerschaft wird auf die Probe gestellt, denn mit dem Baby verändert sich der Alltag, die Rollenverteilung, die Prioritäten, die Sexualität – einfach alles.

Viele Paare erleben nach der Geburt eine Krise, die sich in etwa so zeigen kann:

Wie krass es ist, Eltern zu werden und wie die Partnerschaft darunter leiden kann, hat euch vorher niemand gesagt oder ihr konntet es euch nicht vorstellen.

Eltern werden – Liebespaar bleiben

Wenn ein Paar zu einer Familie wächst, braucht es eine neue Ordnung. Eine Mama und ein Papa werden erst durch das Kind geboren. Liebespaar waren sie vorher und sie sollten daher unbedingt darauf achten, weiterhin einen eigenen Liebes-Raum zu pflegen.

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Juwel-Tipp

Es ist noch immer ein Tabuthema, dass Eltern ein Liebespaar bleiben „sollten“, wenn sie langfristig glücklich bleiben wollen. 

In meinem Coachingprogrammen begleite ich Eltern zurück ins Liebesglück.

Neben den genannten Gründen können auch folgende Themen bei einem oder beiden Partnern eine Rolle spielen:

Nur knapp die Hälfte aller Frauen machen die Geburtserfahrung, die sie sich wünschen.

1/3 der Geburten verlaufen traumatisch

Wenn eine Frau ein Geburtstrauma erlitten hat, kann das emotionale Reaktionen wie Schuldgefühle, Trauer oder Überforderung nach sich ziehen. Häufig leidet auch die Nähe zum Partner und die Sexualität darunter.

Was kaum einer weiß: Auch viele Männer sind nach einer Geburt traumatisiert!

Was Müttern – und auch Vätern – nicht hilft, sind Sätze wie: „Hauptsache das Baby ist gesund und ihr habt alles gut überstanden.“

Eine traumatische Geburt kann häufig der Einstieg in eine depressive Episode sein. Eigene Kindheitsverletzungen können dadurch hochgespült werden. Schlafmangel und Streit in der Partnerschaft können das Nervensystem zusätzlich belasten.

Elternfrust entsteht

Es ist in Ordnung, frustriert zu sein, denn die Gefühle von Enttäuschung sind wichtig und richtig. Sie bringen dich auf den Weg!

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Juwel-Tipp

Ein schwieriger Start muss kein Dauerzustand bleiben! Ein Neuanfang mit dir, deinem Partner – und deinem Kind ist zu jedem Zeitpunkt möglich.

Egal, ob du alleine oder mit Partner kommst: Ich helfe dir dabei, die Schwere hinter dir zu lassen und sowohl als Mama als auch Partnerin anzukommen. 

Eltern werden und Liebespaar bleiben ist möglich. In diesem Training zeige ich dir, wie ihr euch als Paar wieder Priorität gebt.

8.2. Kind um Beziehung zu retten: Gespräch hilft

Ein weiteres Szenario: Die Beziehung kriselt und dann kommt die Idee auf: „Ein Kind verbindet uns bestimmt wieder.“

Keine gute Idee! Kinder retten keine Beziehung!

Ein Kind hilft nicht gegen Beziehungsstress. Ein Kind sollte aus Liebe und dem Wunsch nach einem gemeinsamen Familienleben entstehen, nicht aus dem Versuch, eine brüchige Beziehung zu kitten.

Du solltest damit rechnen, dass die Beziehungsschwierigkeiten mit einem Kind größer werden anstatt geringer.

Woran es liegt, dass die Herausforderungen mit Kind zunehmen:

Alles in allem gibt es genug Gründe, die dagegen sprechen, mit einem Kind die Beziehung zu retten.

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Juwel-Tipp

In meinen Beziehungscoachings stelle ich immer wieder fest, dass der Weg andersherum geht: Glückliche und stabile Eltern haben glückliche Kinder.

Ein Kind kann und sollte niemals für das Glück der Eltern herhalten müssen! Es ist also wichtig, dass die potenziellen Eltern erst für sich sorgen und ihre Beziehungsthemen klären, bevor sie ein Kind bekommen.

 

Wenn ihr eure Beziehungsthemen angehen wollt, meldet euch gerne bei mir!

9. Beziehung gescheitert? Ein paar Tipps, wenn nichts mehr hilft

Sollten beide Partner zu dem Schluss kommen, dass eine Trennung der beste Weg ist, bedeutet das nicht, dass alles verloren ist. Es gibt einen großen Unterschied zwischen einem friedlichen Ende und einem Rosenkrieg. Indem ihr euch bewusst für eine Trennung auf Augenhöhe entscheidet, könnt ihr das, was ihr in der Vergangenheit aufgebaut habt, wertschätzen und in Frieden auseinandergehen.

9.1. Trennung auf Augenhöhe: 20 Empfehlungen für einen friedlichen Abschied

Wenn eine Liebesbeziehung endet, bedeutet das nicht, dass die gemeinsame Zeit wertlos war. Ihr könnt als zwei Menschen auseinandergehen, die sich einmal geliebt haben und sich mit Respekt begegnen – unabhängig davon, wie eure Wege in Zukunft aussehen.

Hier sind 20 Impulse, wie ihr eure Beziehung würdevoll abschließen und ein neues Mosaik als Ex-Partner gestalten könnt:

1. Dankbarkeit für die Lebenszeit

 

Erkenne an, dass ihr wertvolle Jahre geteilt habt. Dankbarkeit für das, was gut war, ist das Fundament für einen friedlichen Abschied auf Augenhöhe.

2. Sich erfüllt haben

 

Verabschiede dich vom Wort „Scheitern“. Manchmal hat sich eine Beziehung einfach erfüllt. Man kann nicht mehr gemeinsam weiterwachsen, und es ist gut, das anzuerkennen.

3. Gefühle fühlen, nicht ausagieren

 

Trauer, Wut und Enttäuschung dürfen da sein. Du darfst sie fühlen und ausdrücken, aber du solltest sie nicht am Partner ausagieren oder als Waffe benutzen.

4. Eigene Anteile erkennen

 

Zu einer Trennung gehören immer zwei. Schau ehrlich darauf, was dein eigener Beitrag zur Dynamik war. Das hilft dir, die Opferrolle zu verlassen und Verantwortung zu übernehmen.

5. Verantwortung für die eigene Heilung

 

Dein Partner ist weder der Schuldige noch dein Retter. Übernimm selbst die Regie für deinen Schmerz sowie deine Heilung und schau, was du für deinen Frieden brauchst.

6. Menschlichkeit bewahren

 

Dein Partner ist ein menschliches Wesen mit Ecken und Kanten – genau wie du. Versuche, ihn jenseits der aktuellen Verletzungen immer noch als diesen Menschen zu sehen.

7. Gewaltfreie Kommunikation

 

Bleib bei dir. Sprich über deine Beobachtungen, deine Gefühle und Bedürfnisse, anstatt den anderen zu verurteilen oder zu bewerten.

8. Augenhöhe trotz Schmerz

 

Begegnet euch als gleichwertige Erwachsene. Auch wenn die Paarebene endet, bleibt der gegenseitige Respekt als Fundament bestehen.

9. Strukturierte Gespräche führen

 

Klärt organisatorische Dinge wie Wohnung oder Finanzen ganz bewusst. Bereitet euch vor und geht ein Thema nach dem anderen an, statt alles auf einmal zu wollen.

10. Emotionen und Lösungen trennen

 

Führt Sachgespräche erst, wenn ihr innerlich ruhig seid. Werden Sachfragen mit verletzten Emotionen vermischt, verhindert das jede gute Lösung.

11. Vorschläge statt Vorwürfe

 

Geh mit konkreten Lösungsvorschlägen in Klärungsgespräche. Konzentriere dich darauf, was jetzt machbar ist, statt die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.

12. Keine Endlosdiskussionen

 

Wenn ein Gespräch eskaliert oder im Kreis führt, brich es freundlich ab. Vertagt das Thema auf einen Zeitpunkt, an dem ihr beide wieder „gut da“ seid.

13. Würde im Umfeld wahren

 

Sprich wertschätzend über deinen Ex-Partner gegenüber Freunden oder Familie. Er bleibt ein Teil deiner Lebensgeschichte, den du einmal gewählt hast.

14. Vergebung praktizieren

 

Nutze Rituale wie das hawaiianische Ho'oponopono, um Groll loszulassen. Vergebung ist ein Geschenk, das du dir selbst für deinen inneren Frieden machst.

15. Den Fokus auf neue Chancen richten

 

Frage dich mutig: Was ist gut daran, dass es jetzt endet? Welche Möglichkeiten und Chancen entstehen dadurch für dich? Was darf jetzt neu in dein Leben kommen?

16. Humor und Leichtigkeit zulassen

 

Manchmal tut es einfach gut, gemeinsam über die Situation zu lachen, sich einzugestehen, dass man es „verkackt“ hat, und so den massiven Druck rauszunehmen.

17. Ein Danke kann nicht schaden

 

Ein ehrliches „Danke für die Zeit“ oder „Danke für das, was ich durch dich gelernt habe“  kann ein wunderbarer Türöffner für einen friedlichen Abschied sein.

18. Ein gemeinsames Abschiedsritual

 

Es kann gut tun, noch einmal gemeinsam zu weinen, sich in den Arm zu nehmen oder die gemeinsame Zeit bewusst zu ehren, um das Kapitel rund abzuschließen.

19. Administrative Dinge fair klären

 

Wenn ihr verheiratet wart oder zusammen gelebt habt, regelt die Fakten zügig und fair. Klare Verhältnisse schaffen inneren Raum für das Neue.

20. Unterstützung durch Experten

 

Wenn ihr merkt, dass die Emotionen zu hoch kochen, holt euch einen Profi dazu. Ein neutraler Raum hilft, sich friedlich und würdevoll zu einigen.

1. Ich brauche euch beide

 

Vergesst nie: Ich bin das Kind von euch beiden. Ich habe jetzt zwar einen Elternteil, bei dem ich hauptsächlich wohne und der die meiste Zeit für mich sorgt. Aber ich brauche den anderen genauso.

2. Bitte stellt mich nicht zwischen euch

 

Fragt mich nicht, wen von euch beiden ich lieber mag. Ich habe euch beide gleich lieb. Macht den anderen also nicht schlecht vor mir. Denn das tut mir weh.

3. Helft mir, den Kontakt zu halten

 

Helft mir, zu dem Elternteil, bei dem ich nicht ständig bin, Kontakt zu halten. Wählt für mich seine Telefonnummer oder schreibt die Adresse auf einen Briefumschlag. Helft mir, zu Weihnachten oder zum Geburtstag ein schönes Geschenk für den anderen zu basteln oder zu kaufen. Macht von den neuen Fotos von mir immer einen Abzug für den anderen mit.

4. Benutzt mich nicht als Boten

 

Redet miteinander wie erwachsene Menschen. Aber redet. Und benutzt mich nicht als Boten zwischen euch – besonders nicht für Botschaften, die den anderen traurig oder wütend machen.

5. Ich kann mich nicht teilen

 

Seid nicht traurig, wenn ich zum anderen gehe. Der, von dem ich weggehe, soll auch nicht denken, dass ich es in den nächsten Tagen schlecht habe. Am liebsten würde ich ja immer bei euch beiden sein. Aber ich kann mich nicht in zwei Stücke reißen – nur weil ihr unsere Familie auseinander gerissen habt.

6. Achtet meine Zeit mit Mama und Papa

 

Plant nie etwas für die Zeit, die mir mit dem anderen Elternteil gehört. Ein Teil meiner Zeit gehört meiner Mutter und mir, ein Teil meinem Vater und mir. Haltet euch konsequent daran.

7. Lasst mir mein zweites Zuhause

 

Seid nicht enttäuscht oder böse, wenn ich beim anderen bin und mich nicht melde. Ich habe jetzt zwei zu Hause. Die muss ich gut auseinander halten – sonst kenne ich mich in meinem Leben überhaupt nicht mehr aus.

8. Macht den Wechsel nicht schwerer

 

Gebt mich nicht wie ein Paket vor der Haustür des anderen ab. Bittet den anderen für einen kurzen Moment rein und redet darüber, wie ihr mein schwieriges Leben einfacher machen könnte. Wenn ich abgeholt oder gebracht werde, gibt es kurze Momente, in denen ich euch beide habe. Zerstört das nicht dadurch, dass ihr euch anödet oder zankt.

9. Sucht eine Lösung, wenn Begegnung zu weh tut

 

Lasst mich vom Kindergarten oder bei Freunden abholen, wenn ihr den Anblick des anderen nicht ertragen könnt.

10. Streitet nicht vor mir

 

Streitet euch nicht vor mir. Seid wenigstens so höflich miteinander, wie ihr es zu anderen Menschen seid und wie ihr es auch von mir verlangt.

11. Belastet mich nicht mit Erwachsenenthemen

 

Erzählt mir nichts von Dingen, die ich noch nicht verstehen kann. Sprecht darüber mit anderen Erwachsenen, aber nicht mit mir.

12. Meine Freunde dürfen euch beide kennen

 

Lasst mich meine Freunde zu beiden von euch mitbringen. Ich wünsche mir ja, dass sie meine Mutter und meinen Vater kennen und toll finden.

13. Sorgt fair füreinander

 

Einigt euch fair übers Geld. Ich möchte nicht, dass einer von euch viel Geld hat – und der andere ganz wenig. Es soll euch beiden so gut gehen, dass ich es bei euch beiden gleich gemütlich habe.

14. Kauft meine Liebe nicht

 

Versucht nicht, mich um die Wette zu verwöhnen. Soviel Schokolade kann ich nämlich gar nicht essen, wie ich euch beide lieb habe.

15. Zeit ist wichtiger als Geld

 

Sagt mir offen, wenn ihr mal mit dem Geld nicht klar kommt. Für mich ist Zeit viel wichtiger als Geld. Von einem lustigen gemeinsamen Spiel habe ich viel mehr, als von einem neuen Spielzeug.

16. Ich brauche keine große Aktion

 

Macht nicht immer so viel „Aktion“ mit mir. Es muss nicht immer was Tolles oder Neues sein, wenn ihr etwas mit mir unternehmt. Am schönsten ist es für mich, wenn wir einfach fröhlich sind, spielen und ein bisschen Ruhe haben.

17. Lasst mir Vertrautes

 

Lasst mich möglichst viel in meinem Leben so, wie es vor eurer Trennung war. Das fängt bei meinem Kinderzimmer an und hört auf bei den kleinen Dingen, die ich ganz allein mit meinem Vater oder meiner Mutter gemacht habe.

18. Nehmt mir nicht auch noch meine Großeltern

 

Seid lieb zu den anderen Großeltern – auch wenn sie bei eurer Trennung mehr zu ihrem eigenen Kind gehalten haben. Ihr würdet doch auch zu mir halten, wenn es mir schlecht ginge! Ich will nicht auch noch meine Großeltern verlieren.

19. Gebt neuen Menschen eine faire Chance

 

Seid fair zu dem neuen Partner, den einer von euch findet oder schon gefunden hat. Mit diesem Menschen muss ich mich ja auch arrangieren. Das kann ich besser, wenn ihr euch nicht gegenseitig eifersüchtig belauert. Es wäre sowieso am besten für mich, wenn ihr beide bald jemanden zum Liebhaben findet. Dann seid ihr nicht mehr so böse aufeinander.

20. Lasst uns die Zeit danach gut hinbekommen

 

Seid optimistisch. Eure Ehe habt ihr nicht (dauerhaft) hingekriegt – aber lasst uns wenigstens die Zeit danach gut hinbekommen. Geht mal meine Bitten an euch durch. Vielleicht redet ihr miteinander darüber. Aber streitet nicht. Benutzt meine Bitten nicht dazu, dem anderen Vorzuwerfen, wie schlecht er zu mir ist. Wenn ihr das macht, habt ihr nicht kapiert, wie es mir jetzt geht und was ich brauche, um mich wohler zu fühlen.

9.2. Beziehung retten nach Trennung: Kann eine räumliche Trennung hilfreich sein?

Manchmal ist der Schmerz so groß, dass die einzige Lösung eine Trennung zu sein scheint. Doch paradoxerweise kann die räumliche Trennung und sogar ein Trennungsgespräch der erste Schritt sein, um die Beziehung retten zu können. Eine konsequente Funkstille schafft den notwendigen Abstand, um Gefühle zu klären und zu reflektieren, was wirklich schiefgelaufen ist. Oftmals ist es genau dieser Schockmoment, der beide dazu bringt, ihre eigenen Anteile zu erkennen und die Situation aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

9.3. Beendete Beziehung retten: Neuanfang der Beziehung sogar besser als zuvor 

Ob du es glaubst oder nicht: Eine beendete Beziehung retten ist oft möglich. Die räumliche Trennung kann ein Segen sein, weil sie euch die Chance gibt, über eure Beziehungsmuster nachzudenken und zu heilen. Viele Paare kommen nach einer solchen Zeit mit dem Wunsch zurück, ihre Beziehung besser als zuvor zu gestalten. Mit der richtigen Begleitung könnt ihr die Verletzungen der Vergangenheit verarbeiten und eine neue, stärkere Verbindung aufbauen.

10. Toxische Beziehung: Warum du die Suche nach dem Narzissten beenden solltest

In meiner Praxis werde ich oft mit der Frage konfrontiert: „Ist mein Partner ein toxischer Mensch?“ Viele suchen nach einer Checkliste, um zu entscheiden, ob man eine kaputte Beziehung retten kann oder ob sie sich trennen müssen. Doch die Frage nach dem „WAS“ der andere ist schuld, lenkt es vom einzig relevanten Punkt ab: Weshalb erlaubst du, so behandelt zu werden? Der Schlüssel liegt nicht darin, einen Narzissten zu identifizieren, sondern deine eigenen Anteile zu erkennen und zu heilen. Es ist Zeit, dich in tiefgehender Selbstreflexion deinen eigenen Mustern zu stellen, deine Ängste zu lösen und deinen Selbstwert freizulegen und so weit aufzubauen, dass dich niemand mehr so behandeln kann.

10.1. Der Umgang mit einem Narzissten beginnt bei dir

Ob du es siehst oder nicht: Du bist die Hauptfigur in deinem eigenen Leben. Eine Frau, mit der ich gearbeitet habe, war genau auf dieser Reise. Ihr Hauptziel war es, ihre Beziehung zu retten, denn sie war mit einem Narzissten zusammen, aber sie war in der Beziehung unsichtbar. Sie dachte, ihr Leben würde von ihrem toxischen Partner bestimmt. Doch indem sie sich auf ihren eigenen Wert konzentrierte, fand sie zu sich selbst und wurde unglaublich stabil. Heute ist es ihr schlichtweg egal, ob ihr Ex-Partner toxisch war. Sie steht auf ihrem eigenen Platz und gibt den Ton an.

10.2. Narzissmus und ungesehene Wunden

Ein anderes, ebenso häufiges Phänomen ist, dass wir unsere eigenen Wunden in die nächste Beziehung tragen. Eine Klientin hatte einen Partner mit starkem Narzissmus und hat nach der Trennung nie ihre eigenen Verletzungen geheilt. Wie ich bereits am Anfang dieses Artikels beschrieben habe: Wenn die eigenen Beziehungsmuster nicht geknackt und nicht geheilt werden, nehmen wir sie mit. Die Frau fand einen neuen Partner, der alles war, was sie sich immer gewünscht hatte: aufgeschlossen, wertschätzend und liebevoll auf Augenhöhe. Doch sie konnte ihn so nicht sehen. Sie war blind von ihren eigenen Verletzungen und projizierte ihre alten Ängste auf ihn, weil sie noch vorhanden sind und sie ihre alten Wunden auf den neuen Partner projizierte. Sie warf ihm vor, emotional nicht zugänglich zu sein.

10.3. So erkennst du deinen Wert und schaffst dein "krasses Ende"

Wenn du deinen Wert als Frau oder Mann erkennst, musst du keine Angst mehr vor toxischen Beziehungen haben. Der Weg dorthin mag unbequem sein, aber er ist der einzige, der wirklich in die Freiheit führt.

Finde deine eigenen Muster: Welche Rolle hast du in den Konflikten gespielt?

Setze klare Grenzen: Lerne, „Nein“ zu sagen und schütze deine Energie.

Baue deinen Selbstwert auf: Nimm dir die Zeit, dich selbst kennenzulernen, deine Stärken zu sehen und deine Ängste zu heilen.

Wenn du das tust, wird es dir egal sein, ob du einen toxischen Partner hast oder hattest. Denn du bist diejenige, die den Ton angibt. Du bist das Fundament, auf dem deine Liebe und dein Leben aufgebaut sind.

11. Stelle die Beziehung immer an die erste Stelle

Eine glückliche Beziehung ist kein fester Zustand, den du einmal erreichst. Beziehung immer wieder neu zu gestalten, ist der Schlüssel zu ihrem langfristigen Glück. Eine erfüllende Beziehung ist wie ein Garten: Sie braucht ständige Pflege, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, sie immer wieder neu zu gestalten, damit sie blüht. Es geht darum, gemeinsam zu wachsen und sich an die sich verändernden Lebensphasen anzupassen. Die Beziehung kommt dabei immer zuerst, wenn du sie aktiv pflegst.

11.1. Immer wieder neu gestalten: Kleine Veränderungen, große Wirkung

Der Alltag schleicht sich oft unbemerkt ein und erstickt die Magie der Beziehung. Um das zu verhindern, braucht es keine revolutionären Schritte, sondern bewusste, kleine Veränderungen, die das Gefühl der Verbundenheit aufrechterhalten.

11.2. Weitere Tipps für eine lebendige Beziehung 

Auch wenn der Alltag mit Job, Kindern und Verpflichtungen gefüllt ist, ist es entscheidend, die Basis eurer Beziehung zu pflegen: die gemeinsamen Abenteuer. Vergesst nicht, dass ihr nicht nur Eltern oder Kollegen, sondern auch Liebende seid, die Spaß zusammen haben.

Eure Beziehung 2.0 beginnt hier. Sichert euch jetzt den unverbindlichen Zugang zu meinem vollständigen Videotraining.

12. Fazit: Die Liebe ist eine Entscheidung – jeden Tag neu

Eine glückliche Beziehung ist kein Ziel, das man einmal erreicht und dann abhaken kann. Sie ist ein lebendiger Prozess, der von Aufmerksamkeit, Wohlwollen und der Bereitschaft zur Veränderung lebt. Krisen gehören dazu – sie sind oft der nötige Weckruf, um die Beziehung aus dem Dornröschenschlaf des Alltags zu holen und sie auf eine neue, tiefere Ebene zu heben.

Es ist nie zu spät, den ersten Schritt zu machen. Oft reicht eine kleine Veränderung im eigenen Verhalten, um eine positive Lawine loszutreten. Traut euch, das Alltagsmonster vor der Tür zu lassen und euch wieder als die zwei Menschen zu begegnen, die sich einst ineinander verliebt haben.

Ich bin Julia Welsing.

Ich unterstütze Paare dabei, aus zermürbenden Schleifen auszusteigen
und wieder eine gemeinsame Richtung zu finden.

Gemeinsam bringen wir Ordnung in das emotionale Chaos: Wir lösen die festgefahrenen Knoten, sortieren die verhedderten Fäden eurer Geschichte und machen den Weg für echte Verbindung wieder frei.

Dabei schauen wir nicht auf die Schuld, sondern auf die Lösung – damit aus eurer Krise ein mutiger Neuanfang werden kann.

Schreibt mir gern. Ich freue mich darauf, euch kennenzulernen und gemeinsam den nächsten guten Schritt für eure Liebe zu gehen.

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